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Kapitale Herbstforellen

Kapitale Herbstforellen

Gleich nach der Arbeit ist es oft schwer, sich noch zum angeln zu überwinden. Die Zeit ist knapp und man fragt sich, ob sich ein schneller Ausflug für 2-3 Stunden wirklich lohnt. Letztendlich ist es einfach so, wer nicht geht fängt auch keine Fische. Nach 5 mal Nullnummer kann es auch mal wieder krachen. Wer da nachlässt hat am Ende des Jahres oft das Nachsehen. Durchhalten und rausgehen so oft wie nur möglich bringen dich zum Erfolg und bieten zudem einen Ausgleich zum Alltag, der für uns Angler was ganz besonderes ist.
 So auch bei mir letzte Woche. Der September ist der letzte Monat in dem es mir noch möglich ist in den Bächen auf Forellen zu angeln. Viele werden denken, daß die Gewässer schon leer gefischt sind, doch weit gefehlt! Gerade die kapitalen sind noch im Fluss. Nicht umsonst sind sie so steinalt geworden. Kein Spinner oder schlecht geführter Wobbler kann sie schocken.
Es sei denn, man weis wie man den dicken Brownies auf den Leib rücken kann!
Wie gesagt, ich quäle mich manchmal auch ans Wasser, doch meist dann fange ich die besten Fischen

Der Tag X:
Wir schreiben mitte September,wie schon erwähnt fahre ich lustlos und müde ans Wasser, im Hinterkopf pocht es jedoch und eine Stimme sagt mir am Bach geht immer was mein Freund. Also beschließe ich gleich einen der Hotspots dieses Gewässers anzusteuern. Nach wenigen Minuten bin ich vor Ort und rüste mich mit Wathose Ködern und Spinnrute um den "Dicken Braunen" auf den Leib zu rücken. Zu meiner Verwunderung gehe ich auf den ersten 250 Metern komplett leer aus. Ich bin geschockt und überlege ob es wirklich eine gute Idee war in diesen Abschnitt des Gewässers zu gehen. Nachdem das erste Drittel wirklich Tod ist montiere ich einen neuen Flatt-Shad von Sebile. Diese kleinen Fischimitationen gibt es in verschiedensten Größen und sind eine Mischung aus Vertikalköder und Wobbler. Man kommt auf Tiefe und kann die Teile bei Bedarf bis vor die Füße tief anbieten, was an schmalen Bächen und den daraus resultierenden kurzen Wegen von entscheidendem Vorteil ist. Die Drillinge sind megascharf was die erste Forelle dann auch gleich am eigenen Leib erfahren darf. An einer Stelle an der ich es gar nicht vermutet hätte. Sie befindet sich direkt oberhalb des Hot-Spots einem langen, tiefen Pool, der ein eine Badewanne erinnert. Nach kurzem Kampf kann ich den erste Fisch landen, mit über 40cm schon eine der besseren, doch da geht noch mehr,oder?
Meter für Meter arbeite ich mich Flussaufwärts und werfe mit meiner Mag-pro Extreme 200 von Mitchell die Rinnen ab. jetzt hab ich sie gefunden und die Bisse kommen im Minutentakt. Einige Fische haben die ideale Größe, das sogenannte Küchenfenstermaß.
Da kann man auch die ein oder andere ohne schlechtes Gewissen zum Verzehr mitnehmen ohne den Bestand zu schädigen. Die Entnahme sollte jedoch immer nach Augenmaß erfolgen, sonst ist schnell Ebbe im Bach. 


Nachdem ich einen Streamer Marke Eigenbau an die 20er Berkleyschnur geknüpft habe scheppert es erneut und eine weitere Ü-45 liegt im Kescher, sie hat den Köder direkt oberhalb einer Verklausung genommen. Ein toller Fisch, mit den satten,braunen Farben unterscheiden sich die "Kapitalen" oft deutlich von ihren Artgenossen. Ich könnte jetzt noch endlos weiter erzählen doch das Beste kommt ja bekanntlich zum Schluss. Nach weiteren Fischen auf unsere Sebile-Palette, wechsele ich nochmals auf Streamer mit Bleikopf. Der nächste Fisch mit deutlich über 50cm verfolgt zunächst den Köder und ich denke, ja die wär's gewesen. Doch dann bekomme ich in genau entgegengesetzter Richtung des Pool's einen Hammerbiss ,der sich als wahres Monster herausstellt. Mit ihren 54 Zentimetern war sie wohl die Königin des Baches und darf auch weiterhin als Laichfisch dort verbleiben.